Die Nintendo Switch 2 hat seit ihrem Launch im Juni 2025 einen regelrechten Siegeszug hingelegt. Über 17 Millionen verkaufte Einheiten in nur einem halben Jahr sprechen eine deutliche Sprache. Aber nicht jeder möchte fast 470 Euro für die neue Konsole auf den Tisch legen – zumal die alte Switch-Generation mittlerweile zu echten Schnäppchenpreisen zu haben ist. Wir schauen uns für euch an, ob sich die Nintendo Switch oder das OLED-Modell im Jahr 2026 noch lohnen, für wen die Switch 2 die bessere Wahl ist und wie es um die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Modelle bestellt ist.
Warum ist die alte Nintendo Switch 2026 plötzlich so interessant?
Ganz einfach: der Preis. Die originale Nintendo Switch bekommt ihr mittlerweile gebraucht teilweise unter 200 Euro, und selbst das deutlich bessere OLED-Modell liegt neu bei rund 270 bis 325 Euro – je nach Angebot und Farbe. Zum Vergleich: Die Switch 2 kostet in der Standardvariante 469,99 Euro, im Bundle mit Mario Kart World sogar 509,99 Euro. Dazu kommen Spielepreise von 70 bis 90 Euro für First-Party-Titel. Da überlegt man sich schon zweimal, ob es wirklich die neueste Hardware sein muss.
Gerade für Familien mit Kindern, Gelegenheitsspieler oder alle, die einfach mal in das Nintendo-Universum reinschnuppern wollen, kann die ältere Generation ein richtig kluger Kauf sein. Die Spielebibliothek ist riesig, die Preise für Games sind niedrig und der Einstieg kostet einen Bruchteil.
Nintendo Switch OLED vs. Switch Standard: Welches Modell lohnt sich mehr?
Falls ihr euch für die ältere Generation entscheidet, steht die nächste Frage im Raum: Reicht die originale Switch von 2017, oder sollte es das OLED-Modell von 2021 sein?
Das OLED-Modell im Überblick
Das OLED-Modell bringt ein größeres 7-Zoll-Display mit OLED-Technologie mit, das spürbar bessere Farben und Kontraste liefert als der LCD-Bildschirm des Originals. Dazu kommen 64 GB interner Speicher statt 32 GB, ein deutlich stabilerer Aufsteller für den Tischmodus, ein LAN-Anschluss im Dock und verbesserte Lautsprecher. An der eigentlichen Rechenleistung hat sich allerdings nichts geändert – die Spiele laufen auf beiden Modellen identisch.
Die Standard-Switch
Die originale Switch ist technisch veraltet, keine Frage. Aber sie spielt nach wie vor sämtliche Switch-Titel ab, und wer hauptsächlich am Fernseher spielt, merkt vom fehlenden OLED-Display ohnehin nichts. Für den reinen TV-Modus gibt es zwischen Standard und OLED keinen sichtbaren Unterschied in der Bildqualität.
Unsere Einschätzung: Wer viel im Handheld-Modus unterwegs ist, sollte zum OLED-Modell greifen. Der Bildschirm macht einen enormen Unterschied beim Spielerlebnis. Wer die Switch ohnehin nur am Fernseher nutzt, kann bedenkenlos zur günstigeren Standard-Version greifen und das gesparte Geld in Spiele investieren.
Was macht die Nintendo Switch 2 so viel besser?
Jetzt wird es spannend. Die Switch 2 ist kein marginales Upgrade, sondern ein echter Generationssprung. Hier die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
Deutlich mehr Leistung
Der neue Nvidia Tegra T239 Chip bietet laut Nvidia die zehnfache Rechenleistung gegenüber der Vorgängerkonsole. Die Switch 2 unterstützt DLSS (Deep Learning Super Sampling) und sogar Raytracing – Technologien, die auf der alten Switch undenkbar waren. Im TV-Modus sind Auflösungen bis 4K bei 60 fps möglich, im Handheld-Modus gibt es 1080p bei bis zu 120 Hz. Zum Vergleich: Die alte Switch schafft maximal 1080p am Fernseher und 720p im Handheld.
Größeres und besseres Display
Mit 7,9 Zoll fällt das Display der Switch 2 nochmal merklich größer aus als beim OLED-Modell (7 Zoll). Es handelt sich zwar um ein LCD-Panel, dieses unterstützt jedoch 1080p-Auflösung, HDR10 und variable Bildwiederholraten – alles Dinge, die selbst das Switch-OLED-Modell nicht bieten kann.
Mehr Speicher und moderne Controller
256 GB interner Speicher sind ein gewaltiger Sprung gegenüber den 64 GB der OLED-Version. Die neuen Joy-Con-2-Controller werden magnetisch befestigt, sind größer, haben verbesserte Joysticks und lassen sich in kompatiblen Spielen sogar als Maus nutzen. Dazu kommt der neue C-Knopf für den integrierten Sprach- und Videochat GameChat.
Abwärtskompatibilität
Ein riesiger Pluspunkt: Die Switch 2 ist größtenteils abwärtskompatibel mit Spielen und Controllern der ersten Generation. Eure bestehende Spielesammlung könnt ihr also mitnehmen. Für einige beliebte Switch-1-Titel gibt es sogar optimierte „Switch 2 Editions“ mit verbesserter Grafik, HDR und höheren Bildraten – teils kostenlos, teils als kostenpflichtiges Upgrade.
Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit der alten Switch?
Und hier liegt der Haken. Nintendo hat den Fokus klar auf die Switch 2 verlagert. Die Spieleentwicklung für die alte Switch-Generation läuft allmählich aus. Große neue Exklusivtitel wie Mario Kart World, Splatoon Raiders, Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung oder Donkey Kong Bananza erscheinen ausschließlich für die Switch 2. Auch Drittanbieter wie FromSoftware (Elden Ring, The Duskbloods), Capcom oder Square Enix setzen auf die neue Hardware.
Das bedeutet nicht, dass eure alte Switch über Nacht wertlos wird. Die bestehende Bibliothek mit hunderten großartigen Spielen – von Zelda: Tears of the Kingdom über Super Smash Bros. Ultimate bis hin zu Mario Odyssey – bleibt natürlich spielbar. Aber nennenswerte Neuerscheinungen werden immer seltener.
Wer also langfristig denkt und auch in zwei, drei Jahren noch aktuelle Nintendo-Titel spielen möchte, kommt an der Switch 2 nicht vorbei. Wer dagegen einen günstigen Einstieg sucht und sich an der riesigen bestehenden Spieleauswahl bedienen will, bekommt mit der alten Generation immer noch enorm viel für sein Geld.
Für wen lohnt sich welches Modell?
Damit ihr die richtige Entscheidung treffen könnt, haben wir drei typische Szenarien zusammengestellt:
Die alte Switch (Standard oder OLED) lohnt sich für euch, wenn:
- Ihr einen günstigen Einstieg in die Nintendo-Welt sucht
- Eure Kinder erste Erfahrungen mit Konsolen sammeln sollen
- Ihr hauptsächlich die bestehende Spielebibliothek nachholen wollt
- Das Budget unter 300 Euro bleiben soll
- Ihr die Konsole als Zweitgerät oder Reisebegleiter nutzen möchtet
Die Switch 2 ist die richtige Wahl, wenn:
- Ihr aktuelle und kommende Nintendo-Exklusivtitel spielen wollt
- Euch grafische Qualität und Performance wichtig sind
- Ihr AAA-Titel von Drittanbietern auf der Switch erleben möchtet
- Ihr langfristig investieren und mehrere Jahre versorgt sein wollt
- Features wie GameChat, GameShare und 4K-Ausgabe euch ansprechen
Fazit: Schnäppchen oder Zukunftsinvestition?
Die Antwort hängt ganz von euren Ansprüchen und eurem Budget ab. Die alte Nintendo Switch – vor allem das OLED-Modell – ist 2026 ein fantastisches Preis-Leistungs-Paket für alle, die hunderte Stunden Spielspaß für wenig Geld suchen. Die Spielebibliothek ist gigantisch, die Hardware tut nach wie vor ihren Dienst, und die Preise werden vermutlich noch weiter fallen.
Die Switch 2 ist dagegen die klare Empfehlung für alle, die am Puls der Zeit bleiben wollen. Die technischen Verbesserungen sind massiv, die Spieleunterstützung wird in den kommenden Jahren ausschließlich hier stattfinden, und dank Abwärtskompatibilität bekommt ihr im Grunde zwei Konsolen in einer. Ja, der Einstiegspreis von knapp 470 Euro plus teure Spiele schmerzt – aber wer die nächsten fünf bis sechs Jahre Nintendo spielen will, ist hier richtig aufgehoben.
Was meint ihr: Greift ihr 2026 nochmal zur alten Switch oder ist die Switch 2 für euch Pflicht? Schreibt es uns in die Kommentare!
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